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Änderung der Testung von Fluorchinolonen bei Enterobakterien und Pseudomonas aeruginosa

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Sensibilitätstestung von Erregern erfolgt in unserem Labor nach dem Regelwerk der CLSI (Clinical & Laboratory Standards Institute). Hier wurde eine Anpassung der Testung bei Enterobakterien und Pseudomonas aeruginosa vorgenommen, die durch uns zum 1. April 2019 umgesetzt wurde. Im genaueren wurde die MHK (Minimale Hemmkonzentration) zur Testung auf Ciprofloxacin und Levofloxacin herabgesetzt.

Diese Änderung kann zum einen Folgen für Ihre therapeutische Überlegungen haben, zum anderen könnten zukünftig mehrere Stämme als 3MRGN klassifiziert werden. Nähere Informationen ergeben sich aus den Originaltabellen:

Tabelle 1 und 2: Aktuelle MHK-Werte ab 1. April 2019

Tabelle 1 und 2: Aktuelle MHK-Werte ab 1. April 2019

Tabelle 3: Ursprüngliche MHK-Werte

Tabelle 3: Ursprüngliche MHK-Werte

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung!

Dr. med. Patricia Wehmeier
Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Fachärztin für Innere Medizin, ABS-Expertin (DGI)
Tel. 05222 8076-324

Neu im EBM: HE 4 und sFlt-1/PlGF-Quotient

Sehr geehrte Gynäkologinnen und Gynäkologen,

der Tumormarker HE 4 hat bei der Primär- und Rezidivdiagnostik eines Ovarialkarzinoms vergleichbare Eigenschaften wie der bisher im EBM (GOP 32390) aufgeführte Marker CA 125. HE 4 wurde nun in den EBM aufgenommen und kann ab dem 1. Oktober 2019 abgerechnet werden.

In die seit Mai 2019 gültige S2k-Leitlinie »Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: Diagnostik und Therapie« wurde der sFlt-1/ PlGF-Quotient als biochemischer Präeklampsiemarker integriert (sFlt-1: soluble fms-like tyrosine kinase-1; PlGF placental growth factor).

Zum 1. Oktober 2019 wird der sFlt-1/PlGF-Quotient in den EBM aufgenommen, wenn einer der folgenden Verdachtsmomente vorliegt:

  • fetale Wachstumsstörung
  • neu aufgetretener oder bestehender
    Hypertonus
  • Präeklampsie-assoziierter organischer oder labordiagnostischer Untersuchungsbefund,
    der keiner anderen Ursache
    zugeordnet werden kann
  • auffälliger dopplersonografischer Befund

Als Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen wurde festgelegt:

  • frühestens abrechenbar ab SSW 24+0
  • Verdachtskriterien auf Präeklampsie
  • maximal 3-mal im Behandlungsfall berechnungsfähig

Prognose der Präeklampsie mittels sFlt-1/PlGF-Quotient
und Handlungsempfehlungen

In Anlehnung an: Dröge LA, Verlohren S: Präeklampsie:
Aktuelle diagnostische und therapeutische Aspekte: Gynäkologie 2017; 50:213-221.

Wir möchten Sie bitten, eine Telefon- oder Faxnummer anzugeben, damit wir Ihnen kritische Befunde – auch außerhalb der Sprechzeiten – mitteilen können.

Für Ihre Fragen steht Ihnen Dr. Sylvia Schön, Tel. 05222 8076-159, zur Verfügung.

Diagnostics for neural antibodies at Labor Krone

Update of the analyses program

Dear colleagues,

We constantly adjust our diagnostics for neural antibodies to the latest findings and diagnostic possibilities. Hence we update our analyses program as of the 11th February 2019. Please note the following important changes we would like to point out:

Changes to the standard program: Serum VGKC-complex antibodies (RIA) are no longer tested as part of the standard program. Meanwhile there is sufficient evidence that increased VGCK-complex antibodies without demonstration of antibodies against LGI1 and CASPR2 have no clinical relevance in primary diagnosis (further information). However, individual requests are still possible. In addition to the cell-based assay, which is included in the standard program, testing for mGluR1-antibodies is carried out (further information). These changes do not result in a price increase.

Additional information on the request form (Formtype 18): The individual request for classical onconeural antibodies (immunoblot) in the category “Autoimmune encephalitides” is omitted. The test alone is insufficient for this indication and already included in the standard program. Within the section “Polyneuropathy/Immune neuropathy” the classical onconeural antibodies are still available as separate requests. The new test available in our diagnostic spectrum is myositis-specific and myositis-associated antibodies by immunoblot. A detailed list of the parameters included can be found under the indication “Myositis”. Within the category “Polyneuropathy/Immune neuropathy” we also have a screening for paranodal antibodies by tissue-based assay on offer.

Please order your desired quantity of the newest request form (Formtype 18) by e-mail to neuroak@laborkrone.de or by telephone: +49 5222 8076-259. Please do not use the previous form any longer. We are also happy to answer any of your queries about neural antibody requests. Shipping material can be ordered via telephone +49 5222 8076-444.

Diagnostik auf neurale Antikörper im Labor Krone

Aktualisierung des Untersuchungsprogramms

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir passen unsere Diagnostik auf neurale Antikörper kontinuierlich den neuesten Erkenntnissen und diagnostischen Möglichkeiten an. Daher aktualisieren wir ab dem 11. Februar 2019 unser Untersuchungsprogramm. Im Folgenden möchten wir kurz die wichtigsten Änderungen vorstellen:

Änderungen im Standardprogramm: VGKC-Komplex-Antikörper im Serum (RIA) werden nicht mehr im Rahmen des Standardprogramms untersucht. Mittlerweile gibt es ausreichend Evidenz, dass erhöhte VGKC-Komplex-Antikörper ohne Nachweis von Antikörpern gegen LGI1 und CASPR2 in der Primärdiagnostik keine klinische Relevanz besitzen (weitere Informationen). Eine Einzelanforderung ist aber weiterhin möglich. Mit dem im Standardprogramm enthaltenen zellbasierten Assay wird nun zusätzlich die Untersuchung von mGluR1-Antikörpern durchgeführt (weitere Informationen). Diese Änderungen haben keine Preiserhöhung zur Folge.

Ergänzungen auf dem Anforderungsschein (Belegtyp 18): Die Einzelanforderung klassischer onkoneuralerAntikörper (Immunblot) in der Rubrik »Autoimmunenzephalitiden« entfällt. Sie ist unter dieser Indikation allein nicht ausreichend und bereits im Standardprogramm enthalten. Unter »Polyneuropathie/Immunneuropathie« stehen die klassischen onkoneuralen Antikörper weiterhin als separate Anforderung zur Verfügung. Neu in unserem diagnostischen Angebot ist die Untersuchung auf Myositis-spezifische und -assoziierte Antikörper im Immunblot. Eine Auflistung der enthaltenen Parameter finden Sie unter der Indikation »Myositis«. In der Rubrik »Polyneuropathie/Immunneuropathie« bieten wir zudem ein Screening auf paranodale Antikörper mittels gewebebasiertem Assay an.

Bestellen Sie den aktuellen Anforderungsschein (Belegtyp 18) unter Angabe der gewünschten Stückzahl per E-Mail an neuroak@laborkrone.de oder telefonisch: 05222 8076-259. Bitte verwenden Sie die ältere Version nicht mehr. Gerne beantworten wir hier auch Ihre Fragen rund um die Anforderung der neuralen Antikörper. Versandmaterial kann über die Telefonnummer 05222 8076-444 bestellt werden.

Regional resistance situation of gonococcus

According to current data of the WHO, gonorrhea is the third most common sexually transmitted infection (STI) worldwide.  Unfortunately, there is no reliable epidemiological data from Germany as gonococcus infections do not fall under the mandatory reporting obligation. In addition to this, a global increase in resistance is observed. For the collection of valid data regarding the resistance situation in Germany, in 2013, project GORENET, in which Labor Krone takes part, was established.

In view of the resistance situation in our region, we can follow the recommendations of the S2k-guidelines for empiric therapy: In our submissions, sensitivity for ceftriaxone is at 100 % (OWL alone at 100 %) and azithromycin at 88 % (OWL alone at 93 %). It should be noted, that administration of azithromycin in the empiric treatment rather aims at the co-infection with chlamydia.

An alternative ciprofloxacin therapy should only be used after previous testing, as the current resistance situation is insufficient for empiric treatment. The exact resistance situation is listed in the table below.

Conclusion: The guideline-oriented empiric therapy with ceftriaxone and azithromycin is recommended for this region. Prior to therapy commencement, swab diagnostics for gonococcus-PCR and gonococcus cultures (CAUTION: different swab kits!) should be carried out. Pathogen demonstration by PCR is more sensitive than a culture; however, resistance testing is only possible for culture-bred pathogens. Therapy monitoring can be in consideration of clinical aspects, if necessary, a swab for gonococcus culture 3 – 7 days after the end of therapy can be taken. Testing via PCR only makes sense a minimum of 2 weeks after the end of treatment, as otherwise avital pathogens could be detected. Partners should also be treated!

Regional resistance situation of gonococcus

Resistances for Neisseria gonorrhoeae in OWL, or total number of returns from Labor Krone, period: 01.01.16 – 31.12.2018

Please do not hesitate to contact us if you have any further questions.

Department of microbiology

Dr. med. Patricia Wehmeier, Dipl.-Biol. Andreas Groß, telephone +49 5222 8076-0

Regionale Resistenzsituation von Gonokokken

Nach aktuellen Daten der WHO gehört die Gonorrhö weltweit zur dritthäufigsten sexuell übertragbaren Erkrankung (STI). Verlässliche epidemiologische Daten aus Deutschland liegen leider nicht vor, da für die Infektion mit Gonokokken keine Meldepflicht besteht. Zusätzlich wird weltweit eine Resistenzzunahme beobachtet. Zur Erhebung valider Daten bezüglich der Resistenzlage deutschlandweit wurde 2013 das GORENET-Projekt ins Leben gerufen, an dem das Labor Krone
teilnimmt.

In Anbetracht der Resistenzlage in unserer Region kann zur empirischen Therapie der Empfehlung der S2k-Leitlinie gefolgt werden: In unseren Einsendungen liegt die Sensibilität für Ceftriaxon bei 100% (nur OWL 100%) und für Azithromycin bei 88% (nur OWL 93%). Anzumerken ist, dass die Azithromycingabe bei der empirischen Behandlung eher auf die Koinfektion mit Chlamydien zielt.

Eine alternative Ciprofloxacintherapie sollte nur nach vorheriger Testung erfolgen, da die aktuelle Resistenzlage für eine empirische Therapie nicht ausreichend ist. Die genaue Resistenzlage ist in der Tabelle aufgeführt.

Fazit: Die leitliniengerechte empirische Therapie mit Ceftriaxon und Azithromycin ist in unserer Region zu empfehlen. Vor Therapiebeginn sollte Diagnostik mittels Abstrichen auf Gonokokken-PCR und Gonokokkenkultur (Cave: verschiedene Abstrichbestecke!) erfolgen. Der Erreger-Nachweis mittels PCR ist sensitiver als die Kultur, jedoch ist eine Resistenztestung nur bei kulturell anzüchtbaren Erregern möglich. Die Therapiekontrolle kann unter Berücksichtigung klinischer Aspekte erfolgen, ggf. kann ein Abstrich zur Gonokokkenkultur nach 3 – 7 Tagen nach Therapieende entnommen werden. Eine Untersuchung mittels PCR ist erst nach mind. 2 Wochen nach Therapieende sinnvoll, da sonst avitale Erreger nachgewiesen werden könnten. Eine Partnertherapie sollte erfolgen!

Tabelle Resistenz Gonokokken 2019

Resistenzen für N. gonorrhoeae in OWL, bzw. Gesamteinsendungen Labor Krone, Zeitraum: 01.01.2016 – 31.12.2018

Für weitere Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung:

Abteilung Mikrobiologie
Dr. med. Patricia Wehmeier, Dipl.-Biol. Andreas Groß, Telefon 05222 8076-0

The analysis for CMV-pp65 antigen will be discontinued with effect from 31.12.2018

We would like to ask you to request quantitative CMV-PCR instead of CMV-pp65 antigen from 01.01.2019. The required sample quantity of 3 ml EDTA-blood.

Evaluation criteria: < 100 IU/ml (detection limit)

Pre analytically this method is less susceptible to faults. It also has a higher sensitivity and reproducibility for the demonstration of CMV reactivation, especially for immunosuppressed patients or leukopenic patients. The high sensitivity of quantitative CMV-PCR is the method of choice for CMV monitoring under immunosuppression or after organ transplants. CMV-dna can be detected in the blood already up to 4 weeks prior to the onset of a CMV associated disease, so that any necessary therapy can be started as early as possible.

On the other hand, if there is no virus demonstration by PCR, a CMV-associated disease can be almost ruled out.

Your contact in our laboratory:

Dr. Sylvia Schön Tel. +49 5222 8076-159
Dr. rer. nat. Robert Kulis-Horn Tel. +49 5222 8076-209

Die Analyse des CMV-pp65-Antigens wird zum 31.12.2018 eingestellt

Wir möchten Sie bitten, ab dem 01.01.2019 statt des CMV-pp65-Antigens die quantitative CMV-PCR anzufordern. Die erforderliche Probenmenge beträgt 3 ml EDTA-Blut.

Bewertungskriterium: < 100 IU/ml (Nachweisgrenze)

Diese Methode ist präanalytisch weniger störanfällig. Sie weist darüber hinaus eine höhere Sensitivität und Reproduzierbarkeit für den Nachweis einer CMV-Reaktivierung auf, insbesondere bei immunsupprimierten oder leukopenischen Patienten. Die hohe Sensitivität der quantitativen CMV-PCR ist für das CMV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation die Methode der Wahl. CMV-DNA kann bereits bis zu 4 Wochen vor dem Auftreten einer CMV-assoziierten Erkrankung im Blut nachgewiesen werden, sodass ggf. frühzeitig eine Therapie eingeleitet werden kann.

Umgekehrt ist bei fehlendem Virusnachweis mittels PCR eine CMV-assoziierte Erkrankung nahezu ausgeschlossen.

Ihre Ansprechpartner im Labor:
Dr. Sylvia Schön Tel. 05222 8076-159
Dr. rer. nat. Robert Kulis-Horn Tel. 05222 8076-209

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Labor Krone

Neue Kennnummer 32004!

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Zum 1.7. 2018 wird eine neue Kennnummer- 32004- zur schnellen und qualitätsgesicherten Antibiotikatherapie eingeführt. Die Untersuchungsindikation besteht im genauen Wortlaut für die «Diagnostik zur Bestimmung der notwendigen Dauer, Dosierung und Art eines gegebenenfalls erforderlichen Antibiotikums vor Einleitung einer Antibiotikatherapie oder bei persistierender Symptomatik vor erneuter Verordnung.«
Das bedeutet, bei Untersuchungen ab dem 1.7.2018 auf Erreger und Resistenzen können Sie gegenüber Ihrer KV diese Kennnummer angeben.

Folgende Leistungen werden bei Anwendung der Kennnummer 32004 nicht Ihrem individuellen Fallwert zugerechnet:

  • 32151: Kulturelle bakteriologische und/oder mykologische Untersuchung
  • 32459: Procalcitonin (PCT)
  • 32720 bis 32727: Kulturelle Untersuchung auf ätiologisch relevante Bakterien
  • 32750, 32759 bis 32763: Differenzierung von Bakterienkulturen
  • 32772 und 32773: Empfindlichkeitsprüfungen
  • 32774 und 32775: Phänotypische Bestätigung einer Multiresistenz

Eine aktuelle Übersicht aller Kennnummer und weitere Informationen zur aktuellen Laborreform finden Sie auch als Download auf www.laborkrone.de/laborreform

Bei Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung!

Labor Krone
Zentrale, Telefon +49 5222 8076-0

Diagnostics for MOG-antibodies at Labor Krone by live-cell assay

Extension of the assays on offer for the testing of neural antibodies

Dear colleagues,

Labor Krone already offers a broad spectrum of assays for the analysis of neural antibodies. For instance, there are panels available for the testing of relevant antibodies associated with autoimmune encephalitides, polyneuropathies or myasthenic syndromes.

In addition to this, diagnostics for MOG (myelin oligodendrocyte glycoprotein)-antibodies by live-cell assay is carried out at Labor Krone now. MOG-antibodies are important indicators on suspicion of ADEM (acute disseminated encephalomyelitis), NMO/NMOSD (neuromyelitis optica spectrum disorders) or myelitis. Labor Krone has the benefit of using the live-cell assay, a highly sensitive method, developed by Prof Dr Markus Reindl (University of Innsbruck). All assays concerning neural antibodies will be evaluated and individually interpreted by Dr Corinna Bien (Neurologist, assistant physician for laboratory medicine) and Prof Dr Christian Bien (Head physician of the Epilepsy Centre Bethel, Bielefeld, Germany). For any questions regarding results, please contact our specialist advisory service during our telephone consultation hours, weekdays from 11.00 a. m. to 12.00 p. m., +49 5222 8076-300.

For the analysis of MOG-antibodies we recommend to test the serum. CSF may be tested additionally, if desired. Approximately one milliliter is required of each material. The samples can be send by mail without cooling requirements any day of the week. Analyses are usually carried out twice a week. In case of positive findings, an endpoint titration is regularly performed.

You’ll find general information relating to the analysis of neural antibodies at Labor Krone online. For any questions regarding antibody-requests or for ordering the request form Formtype 18, please contact us on the following telephone number +49 5222 8076-259 or send an E-Mail to neuroak@laborkrone.de. To order shipping material please call +49 5222 8076-444.