Probenlogistik

Probenkennzeichnung

Zur Sicherung der Identität einer Probe ist die sorgfältige Kennzeichnung der Probe und des Begleitscheins unbedingt erforderlich!
Bitte füllen Sie den Begleitschein sorgfältig aus:

Patientendaten, Untersuchungsauftrag und Absender

    • Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum , Adresse und Versichertenstatus des Patienten. Eine fehlerhafte Geschlechts-Zuordnung im Labor kann falsche geschlechtsabhängige Referenzwerte zur Folge haben.
    • Untersuchungsauftrag exakt formulieren, mit Angabe des Untersuchungsmaterials, (Verdachts-) Diagnose, Medikamenteneinnahme, Hinweise auf Vorbefunde, wichtige klinische Symptome, Erkrankungsbeginn.
    • Bei bakteriologischen Untersuchungen noch wichtiger das Untersuchungsmaterial (z.B. Sekret, Eiter, Punktat, Biopsiematerial etc.), Entnahmestelle, Abnahme-Datum, Uhrzeit und für die fachliche Beurteilung des Befundes anamnestische Angaben (Reise, Tierkontakt usw.) sowie antimikrobielle Therapie.
    • Ausnahmeziffer
    • Absender, bei Kliniken unter Benennung der Station bzw. Abteilung
    • Barcode nicht vergessen!

Röhrchen

Bitte versehen Sie das (die) Röhrchen mit einem korrespondierenden Barcode!

Für Funktionstests benutzen Sie bitte nur Eppendorf-Gefäße und markieren diese sorgfältig und abnahmebezogen mit kleinen Barcodes!

Die Röhrchenbeschriftung mit dem Namen des Patienten sollte Ausnahmefällen vorbehalten sein!

Blutgruppenserologische Untersuchungen

Sowohl der Auftragsschein als auch das Entnahmeröhrchen müssen mit einem Barcode oder eindeutig lesbar mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Patienten beschriftet sein. Ist dies nicht der Fall, wird die Probe nicht untersucht. Der Auftragsschein muss von der abnehmenden Person unterschrieben sein.

Begleitscheine

Kassenpatienten:

    • Überweisung Laboratoriumsuntersuchungen als Auftragsleistung – Muster 10
    • Überweisung Laboratoriumsuntersuchungen als Auftragsleistung – Muster 10 Kombi
    • Facharzt-IGeL Begleitscheine
      • Belegtyp 6 (allgemein)
      • Belegtyp 7 (Mikrobiologie)
      • Belegtyp 4 (Toxikologie, Drogen)

Privat-Patienten, Klinik-Patienten, Aufträge für nicht kassenversicherte Patienten:

    • Begleitscheine
      • Belegtyp 6 (allgemein)
      • Belegtyp 7 (Mikrobiologie)
      • Belegtyp 4 (Toxikologie, Drogen)

labcar-owl GmbH
Kurier- und Logistikdienstleistungen

 

Unser Kurierdienst steht Ihnen von Montag-Freitag von
7.00 bis 18.00 Uhr kostenlos zur Verfügung.
 

Siemensstraße 40 · 32105 Bad Salzuflen
Telefon: 0800 1825410
Telefax: 05222 8076543
E-Mail info@labcar-owl.de
Internet www.labcar-owl.de

Unser Kurierdienst labcar-owl  steht Ihnen von Montag-Freitag von 7.00-18.00 Uhr kostenlos unter der Telefon-Nr. 0800-182-5410 zur Verfügung.

Der Probentransport muss so erfolgen, dass die Analysenergebnisse nach dem Transport die gleichen sind wie unmittelbar nach der Probengewinnung!

Idealfall: Materialentnahme direkt im Labor
Regelfall: Probentransport durch Kurier (auch zur LG) oder Postversand

Für Probentransport (Serum, Plasma, tiefgefrorene Proben etc.) stehen zahlreiche Transporthilfen zur Verfügung.

Proben mit menschlichen Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen sind potentiell infektiös!

Gesetzlich neu geregelt u.a. durch:
– Gefahrengutverordnung Straße und Eisenbahn (GGVSE) vom 10.09.03
– Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) vom 14.12.02
– Biostoffverordnung (BioStoffv) vom 27.01.99 nach 4 Risikogruppen.

Problem:
Die gefahrengutrechtliche Bewertung von diagnostischen Proben erfolgt durch den Arzt, der die Untersuchung veranlasst!

Ein klinisch gesund erscheinender Patient kann z.B. Hepatitis-Viren im Blut oder Salmonellen (Dauerausscheider) im Stuhl haben, ohne daran selbst erkrankt zu sein.

Risikogruppe 1
Mikroorganismen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass sie Krankheiten bei Menschen oder Tieren hervorrufen (z.B. Bacillus subtilis, Staphylococcus epidermidis).

Risikogruppe 2 
Weniger gefährliche Krankheitserreger mit mäßiger individueller Gefahr und geringer Gefahr für die Allgemeinheit (z.B. Staphylococcus aureus, Yersinia enterocolitica).

Risikogruppe 3
Gefährliche Krankheitserreger mit hoher individueller Gefahr aber geringer Gefahr für die Allgemeinheit, da begrenzte Übertragungsgefahr und Möglichkeit der Vorbeugung und Behandlung (z.B. Bacillus anthracis (Milzbrand), HBV, HIV)).

Risikogruppe 4
Gefährlichste Krankheitserreger, die direkt oder indirekt auch von einem Individuum auf ein anderes übertragen werden können, gegen die eine wirksame Behandlung und Vorbeugung nicht verfügbar ist. Sie stellen eine hohe individuelle und hohe Gefahr für die Allgemeinheit dar! (z.B. Ebola-, Lassa-, Pocken-Viren).

Verpackung, Kennzeichnung und Bedingung des Probentransports sind abhängig von der Risikogruppe.

Risikogruppe 1, 2 u. 3
– vom Labor zur Verfügung gestellte Verpackung, wenn Transport per Kurier

Bei Risikogruppe 3
Gefahrengutverpackung (z.B. bei bekannter HBV- oder HIV-Infektion), wenn Transport per Post.

Bei Verdacht auf Risikogruppe 4
grundsätzlich Rücksprache mit ihrem Labor!
Für die Einhaltung aller gefahrengutrechtlichen Bestimmungen beim Versand medizinischer Untersuchungsmaterialien ist grundsätzlich der Absender verantwortlich!

Alle Leistungen aus den Kapiteln B (Prävention, sonstige Hilfen) sind grundsätzlich nicht budgetiert.

Keine Budgetierung bei PBK oder sonstiger Träger (Sozialamt).

Alle Leistungen (Fälle) sämtlicher Laboraufträge (OI-OIII) eines gesamten Quartals unterliegen der Budgetierung nicht, wenn mindestens einmal im Quartal eine Ausnahmeziffer auf dem Laboranforderungsschein (Muster 10) vermerkt ist!

Beispiel:
Ein Diabetes-Patient könnte eine budgetfreie Allergiediagnostik erhalten, auch wenn er älter als 6 Jahre ist. Vorausgesetzt, der einsendende Arzt hat die Ausnahme-Kennziffer für Diabetes Mellitus (32022) auf dem Ü-Schein eingetragen und innerhalb dieses Quartals bei diesem Patienten auch eine Diabetes-relevante Untersuchung durchgeführt.
Theoretisch würde die Angabe der Ausnahmeziffer 1 x pro Quartal ausreichen.
Empfehlenswert: Bei jeder Überweisung erneute Angabe der Ausnahmeziffer!

Wenn anhand der Fragestellung auf dem Überweisungsschein oder des Musters der angeforderten Analysen anzunehmen ist, es könnte sich um einen Fall handeln, der die Eingabe einer Ausnahmeziffer rechtfertigt, weisen wir auf dem Laborbefund darauf hin.

Bei Rückmeldung wird dann nachträglich die Eingabe der Ausnahmeziffer durch Ihr Labor veranlasst!

32005

Antivirale Therapie der chronischen Hepatitis B oder C mit Interferon und/oder Nukleosidanaloga

32006

Erkrankungen oder Verdacht auf Erkrankungen, bei denen eine gesetzliche Meldepflicht besteht, sofern in diesen Krankheitsfällen mikrobiologische, virologische oder infektionsimmunologische Untersuchungen durchgeführt werden, oder Krankheitsfälle mit meldepflichtigem Nachweis eines Krankheitserregers

Meldepflichtige Krankheiten nach § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Namentlich ist zu melden bei Krankheitsverdacht, Erkrankung, Tod:
Botulismus, Cholera, Diphtherie, humane spongioforme Enzephalitis (außer familiär-hereditärer Form), akute Virushepatitis, enteropathisches-hämolytisch urämisches Syndrom (HUS), virusbedingte hämorrhagische Fieber, Masern, Meningokokken-Meningitis oder – Sepsis, Milzbrand, Poliomyelitis, Pest, Tollwut, Typhus abdominalis, Paratyphus, Tuberkulose.

Meldepflichtige Krankheiten nach § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Namentlich ist zu melden bei:
Verdacht auf oder Erkrankung an einer mikrobiell bedingten Lebensmittelvergiftung oder an einer akuten infektiösen Gastroenteritis, wenn

  1. eine Person betroffen ist, die eine Tätigkeit i.S. des §42/1 ausübt (Lebenmittelverarbeitung!)
  2. zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird.

Meldepflichtige Krankheiten nach § 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Namentlich ist bei folgenden Krankheitserregern, soweit nicht anders bestimmt, der direkte oder indirekte Nachweis zu melden, soweit die Nachweise auf eine akute Infektion hinweisen:

Adenoviren (dir. Nachweis im Konjunktivalabstrich), Bacillus anthracis, Borrelia recurrentis, Brucella sp., Campylobacter sp., Chlamydia psittaci, Clostridium botulinum (oder Toxinnachweis), Corynebacterium diphtheriae (Toxin bildend), Coxiella burnetii, Cryptosporidium parvum, Ebolavirus, Escherichia Coli-EHEC(entero-hämorrhagische Stämme), Escherichia Coli (sonstige darmpathogene Stämme), Francisella tularensis,

FSME-Virus, Gelbfiebervirus, Giardia lamblia, Hämophilus influenzae (nur bei Direktnachweis aus Liquor oder Blut), Hantaviren, Hepatitis-A Virus, Hepatitis-B Virus, Hepatitis-C Virus (sofern keine chronische Infektion bekannt), Hepatitis-D Virus, Hepatitis-E Virus, Influenzaviren (nur bei Direktnachweis), Lassavirus, Legionella sp., Leptospira interrogans

Listeria monocytogenes (Direktnachweis aus Blut, Liquor, sterilen Substanzen, Abstrich Neugeborene), Marburgvirus, Masernvirus, Mycobacterium Leprae, Mycobacterium tuberculosis/africanum, Mycobacterium bovis (Direktnachweis, Ergebnis Resistenz, vorab säurefeste Stäbchen im Sputum), Neisseria meningitidis (Direktnachweis aus Liquor, Blut, Hautinfiltrate u. a. sterile Substanzen), Norwalk-ähnliches Virus (Direktnachweis aus Stuhl)

Poliovirus, Rabiesvirus, Rickettsia prowazekii, Rotavirus, Salmonella Paratyphi (Direktnachweis), Salmonella Typhi (Direktnachweis), Salmonella, sonstige, Shigella sp., Trichinella spiralis, Vibrio cholerae O1 und O139, Yersinia enterocolitica (darmpathogene), Yersinia pestis, andere Erreger hämorrhagischer Fieber

32007

Vorsorgeuntersuchungen gemäß den Mutterschafts-Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen soweit die Leistungen nach Kapitel 32 abzurechnen sind, oder prä- bzw. perinatale Infektionen

32008

Anfallsleiden unter antiepileptischer Therapie oder Psychosen unter Clozapintherapie

32009

Allergische Erkrankungen bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr

32011

Therapiepflichtige hämolytische Anämie, Diagnostik und Therapie der hereditären Thromobophilie, des Antiphospholipidsyndroms oder der Hämophilie

32012

Tumorerkrankung unter parenteraler tumorspezifischer Behandlung oder progrediente Malignome unter Palliativbehandlung

32013

Diagnostik und Therapie von Fertilitätsstörungen, soweit die Laborleistungen nicht Bestandteil der Leistungen nach den Nrn. 08530 bis 08561 sind

32014

Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger gemäß den Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen

32015

Orale Antikoagulantientherapie

32016

Präoperative Labordiagnostik vor ambulanten oder belegärztlichen Eingriffen in Narkose oder in rückenmarksnaher Regionalanästhesie

32017

Manifeste angeborene Stoffwechsel- und/oder endokrinologische Erkrankung(en) bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr oder Mukoviszidose

32018

Chronische Niereninsuffizienz mit einer endogenen Kreatinin-Clearance < 25 ml/min

32019

Erkrankungen unter systemischer Zytostatika-Therapie und/oder Strahlentherapie

32020

HLA-Diagnostik vor und/oder Nachsorge unter immunsuppressiver Therapie nach allogener Transplantation eines Organs oder hämatopoetischer Stammzellen

32021

Therapiebedürftige HIV-Infektionen

32022

Manifester Diabetes mellitus

32023

Rheumatoide Arthritis (PCP) einschl. Sonderformen und Kollagenosen unter immunsuppressiver oder immunmodulierender Langzeit-Basistherapie

  • per Ausdruck, schriftlich
  • Fax – Endbefunde, kumulativ
  • Fax – Teilbefunde, optional
  • DFÜ im LDT-Format
  • Telefonische Befundmitteilung, optional
    (erfolgt grundsätzlich bei auffälligen
    oder hochpathologischen Befunden)
  • Mutterpass-Etiketten und Blutgruppenausweise
  • Befundsprache wahlweise deutsch oder englisch

Kombinationen der o. g. Befundübermittlungen sind nach Rücksprache möglich.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Karin Mädler
05222 8076167

Frank Hilwalserbäumer
05222 8076156

Sascha Bäumer
05222 8076151

Materialbestellung von 08:00 Uhr - 18:00 Uhr möglich.

Zentrale Telefon 05222 8076 – 429 / 444
Herr Kristal
Telefon 05222 8076447
Herr Fieseler
Telefon 05222 8076446
Herr Szyszkowski
Telefon 05222 8076450
Materialbestellungen Fax 05222 807639429