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Neuigkeiten aus dem Syphilis-Konsiliarlabor

März 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus gegebenem Anlass möchten wir Sie zum Thema TP-PA Diagnostik informieren.

Zum Mai 2022 beabsichtigt die Firma Fujirebio, die Produktion des Treponema pallidum Partikelagglutinationstests (SERODIA©-TP-PA) einzustellen. Es handelt sich hierbei um einen qualitativ hochwertigen Test, der weltweit als Suchtest treponemenspezifischer Antikörper eingesetzt wird. Auch dient er als Bestätigungstest zur Absicherung der Spezifität von mit anderen Verfahren erhobenen Screeningresultaten. Der TP-PA ist in allen relevanten Leitlinien zur Diagnostik der Syphilis, z. B. in Europa, Amerika und Australien als wichtiger Bestandteil der Diagnostikkonzepte gelistet [1,2,3,4]. Um den Hersteller des TP-PA-Tests evtl. doch noch umzustimmen, halten wir alle diagnostizierenden Labore dazu an, die Testkits weiterhin auch zu deutlich höheren Preisen zu bestellen. Dadurch möchten wir eine Weiterführung der Produktion erzielen.

Zu Screeningzwecken ist es nach internationalen Leitlinien erlaubt, polyvalente Teste, wie z. B. den CMIA der Firma Abbott oder den ECLIA der Firma Roche zu verwenden, die eine vergleichbar gute Sensitivität aufweisen.

Als alternative Lösung für die Bestimmung von Antikörper-Indices in Serum-/Liquor-Paaren kann zurzeit eine Bestimmung für die einzelnen Immunglobulintypen mittels FTA-Abs-Test empfohlen werden. Für den AI des TP-PAs gibt es bisher aber keinen Ersatz.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir als Konsiliarlabor derzeit leider noch keinen adäquaten Ersatz für den TP-PA finden konnten, aber mit Hochdruck an einer Lösung arbeiten. Sobald wir eine abschließende Aussage treffen können, werden wir Sie selbstverständlich umgehend informieren. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Literatur

  1. Janier M, Unemo M, Dupin N, Tiplica GS, Potočnik M, Patel R (2021) 2020 European guideline on the management of syphilis.
    J Eur Acad Dermatol Venereol 35: 574–588
  2. Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) (2020) Diagnostik und Therapie der Syphilis. AWMF online 059/002-S2k-Leitlinie
  3. CDC (2021) Sexually Transmitted Infections Treatment Guidelines, 2021, Syphilis During Pregnancy.
    https://www.cdc.gov/std/treatment-guidelines/syphilis-pregnancy.htm
  4. MIQ 16 (2012) Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik: Syphilis (erarbeitet von Hagedorn HJ,
    Brockmeyer NH, Hunfeld KP, Münstermann D, Potthoff A, Schöfer H). Podbielski A, Herrmann M, Kniehl E. Mauch H, Rüssmann H
    (Hrsg.) Urban & Fischer 2. Auflage: 1–54


Unreife Thrombozyten

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ab 1. Januar 2022 haben Sie die Möglichkeit, die unreifen Thrombozyten (Immature Platelet Fraction, IPF) bei uns im Haus bestimmen zu lassen. Im Zuge dessen möchten wir Sie auf den diagnostischen Nutzen dieser Methode hinweisen:

Die Bestimmung der unreifen Thrombozyten
(IPF) ist für die Differenzialdiagnostik von Throm-
bozytopenien hilfreich. Physiologisch sind etwa 1,1% – 6,1% der Thrombozyten im peripheren Blut den unreifen Thrombozyten zuzuordnen (Briggs et al. Br. J. Haematol. 2004).

Bei einem erhöhten Verbrauch der Thrombozyten wird die Thrombopoese angeregt. Reaktiv finden sich daher vermehrt unreife Thrombozyten im peripheren Blut. Bei einer verminderten Produk-tion von Thrombozyten (v. a. durch Knochenmarksinsuffizienz) sind die IPF nicht erhöht.

Für einen optimalen Ablauf der Bestimmung unreifer Thrombozyten bitten wir Sie, die Angaben in den Tabellen zu beachten.

 Anforderung für das Labor
Diagnose Abklärung einer
Thrombozytopenie
Analyse Analyse
erforderliches Material 1 ml EDTA-Blut

 

 Abrechnungshinweis
EBM 32120 0,50 €
Privat (GOÄ) 3550 · Faktor 1,15 4,03 €
IGeL (GOÄ) 3550 · Faktor 1,15 3,50 €

Für auftretende Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner/innen gerne zur Verfügung:

Dr. rer. medic. Thomas Eller
(Tel. 05222 8076-289)

Dr. rer. nat. Fabian Cuypers
(Tel. 05222 8076-561)

Dr. rer. nat. Arne Potthast
(Tel. 05222 8076-562)

Stefanie Rieke
(Tel. 05222 8076-195)

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Umstellung der Abstrichtupfer in der Mikrobiologie

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

zum 1. Januar 2022 erfolgt im MVZ Labor Krone eine Umstellung der Abstrichtupfer mit Transport-
medium für die Mikrobiologie.

Leider ist ein Wechsel der Herstellerfirma notwendig, jedoch bleibt das Prinzip das gleiche: Es handelt sich um einen Abstrichtupfer für bakteriologische und mykologische Anzucht mit einem flüssigen Transportmedium (Amies-Medium).

Im Grunde ändert sich für Sie nur die Farbe: der bisherige Abstrich mit violetter Kappe (normaler Tupfer) wird durch eine rosa Kappe ersetzt (eSwabTM, Standardtupfer, Firma Coppan), bei dem dünnen Tupfer (für die Pädiatrie, Harnröhren, HNO) bleibt die Farbe der Kappe unverändert orange (eSwabTM, Minitupfer, Firma Coppan).

Weiterhin ist auch eine PCR-Diagnostik aus diesen Abstrichtupfern möglich.

Die vorhandenen Altbestände können aufgebraucht werden!

Alle bisherigen Abstriche (auch frühere sog. »Gelabstriche«) werden in gewohnter Weise im MVZ Labor Krone bis auf Weiteres abgearbeitet. Lediglich erfolgt vom MVZ Labor Krone ab dem 1. Januar 2022 nur noch der Versand der neuen Abstrichtupfer. Diese können wie bisher über unsere Abteilung Versand bestellt werden.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen und Ihrem Praxisteam gern zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Mikrobiologie
Dr. med. Patricia Wehmeier
Irina Klein
Tel. 05222 8076-333

Versand
Tel. 05222 8076-429

Non-HDL-Cholesterin – Abschätzung des individuellen kardiovaskulären Risikos

November 2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

zur Abschätzung des individuellen kardiovaskulären Risikos eines Patienten werden neben kardio- vaskulär wirksamen Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus und Hypertonie auch Fettstoffwechsel- störungen mit einbezogen.

Dabei spielt nach neueren Erkenntnissen nicht nur das Gesamt-, HDL- und LDL-Cholesterin bei der Entwicklung einer arteriovaskulären Erkrankung eine Rolle, sondern auch der Triglycerid-Spiegel.

Die im Darm aus der Nahrung aufgenommenen Triglyceride werden zunächst als Chylomikronen über die Lymphe in den Blutkreislauf gebracht, wo sie an Lipoproteine gebunden – insbesondere an LDL-Cholesterin, das dadurch zu VLDL-Cholesterin wird – in Leber-, Muskel- und Fettgewebe transportiert werden.

Leider ist die quantitative Bestimmung der einzelnen Lipoproteine, insbesondere die Differenzierung des LDL- und VLDL-Cholesterins messtechnisch sehr schwierig und mit großen Ungenauigkeiten behaftet. Außerdem ist bei einer Hypertriglyceridämie (>400 mg/dL) die valide Messung der Fett- stoffwechselparameter gar nicht mehr möglich.

Da alle Lipoproteine abgesehen vom HDL-Cholesterin atherogen wirksam sind, wird seit einiger Zeit die rechnerische Bestimmung des sogenannten Non-HDL-Cholesterins empfohlen, insbesondere bei Diabetikern, da bei diesen typischerweise Hypertriglyceridämien neben erhöhten Cholesterin- werten auftreten.

Das Non-HDL-Cholesterin wird aus der Differenz von Gesamt-Cholesterin und HDL-Cholesterin gebildet und umfasst sämtliche kardiovaskulär wirksamen Cholesterin Fraktionen (LDL-, IDL-, VLDL- Cholesterin sowie Chylomikronen und LDL-Remnants). Durch die einfache Berechnung aus der Bestimmung gut analysierbarer und relativ kostengünstiger Routineparameter bietet es – bereits bei Patienten mit einer Hypertriglyceridämie >200 mg/dL – einen wertvollen Beitrag zur individuellen Risikoeinschätzung sowie im Rahmen von Therapiekontrollen.

Ab sofort wird ihnen die Berechnung des Non-HDL-Cholesterins bei zeitgleicher Bestimmung des Gesamt-Cholesterins und HDL-Cholesterins kostenfrei auf dem Laborbefund zur Verfügung gestellt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Studienzentrum im Labor Krone

Diabetes insipidus – sichere Diagnostik ohne Durstversuch und Kochsalzinfusion?

Oktober 2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

bei Patienten mit Polydipsie und Polyurie galt jahrzehntelang zur Differenzierung einer habituellen Polydipsie von einem Diabetes insipidus zentralis (totalis oder partialis) der klassische Durstversuch nach Miller bzw. seit einigen Jahren die Bestimmung des Copeptin-Index als Goldstandard. Vor einiger Zeit wurde zusätzlich die Stimulation der Vasopressinfreisetzung mittels Infusion einer hypertonen Kochsalzlösung evaluiert.

Die Nachteile des klassischen Durstversuchs bzw. der Bestimmung des Copeptin-Index liegen auf der Hand: Der Patient darf 16 –18 Stunden keine Flüssigkeit zu sich nehmen, was nicht nur als sehr unangenehm und belastend empfunden wird, sondern auch aufgrund von kritischen Nebenwirkungen im ambulanten Bereich nicht ohne Risiken ist. Zudem liegt die diagnostische Sicherheit des Durstversuchs nur bei rund 70%.

Die alternative diagnostische Methode mittels Infusion einer hypertonen Kochsalzlösung ist kaum im ambulanten Bereich durchführbar, obgleich die relativ kurze Testdauer von 3 Stunden, sowie eine deutlich verbesserte diagnostische Zuverlässigkeit von 97% gewisse Vorzüge gegenüber dem Durstversuch aufweist. Jedoch kann es auch hier zu Nebenwirkungen wie bspw. Kopfschmerzen, Schwindel und Unwohlsein kommen, sowie durch die induzierte Hypernatriämie zu einer osmotischen Überstimulation, sodass der Natriumspiegel strikt alle 30 Minuten mittels Blutgasanalyse kontrolliert werden muss, was im ambulanten Bereich kaum zu leisten ist.

Aktuelle Studien zeigen, dass die Stimulation von Vasopressin mittels Infusion mit Arginin sowohl besser verträglich ist, als auch die Gefahr einer osmotischen Überstimulation kaum besteht. Dabei ist die diagnostische Zuverlässigkeit mit >90% vergleichbar zur hypertonen Kochsalzinfusion.

Bereits seit Mitte 2020 wird diese neue Methodik in der Praxis für Endokrinologie vom MVZ Labor Krone erfolgreich zur Diagnostik bei Polyurie-Polydipsie-Syndromen angewandt, sodass eine entsprechende Expertise bei der Testinterpretation vorliegt.

Diesbezüglich steht Ihnen Dr. med. Ute Kühn-Velten (Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie) gerne für Rückfragen telefonisch unter 05222 8076-115 zur Verfügung (Mo– Mi 16 –19 Uhr, Do – Fr 8 –19 Uhr).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Einmaliges Screening auf Hepatitis B und C als Teil der Gesundheitsuntersuchung Check-up 35

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

mit dem Ziel, symptomlose oder schleichend verlaufende Hepatitis-B- und/oder Hepatitis-C Infektionen zu erkennen und frühzeitig zu behandeln, haben gesetzlich Versicherte ab dem vollendeten 35. Lebensjahr einmalig den Anspruch, sich auf diese Erkrankungen untersuchen zu lassen.

Ab dem 1. Oktober 2021 wird das Screening auf Hepatitis B und/oder C im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung (GU) in den EBM aufgenommen und kann abgerechnet werden. Durch die »und/oder«-Verknüpfung ist diese Leistung auch dann berechnungsfähig, falls im Einzelfall nur ein Screening auf eine Hepatitis-B- oder auf eine Hepatitis-C-Virusinfektion erforderlich ist.

Für Versicherte, die im Zeitraum von weniger als 3 Jahren vor dem 12.02.2021 die GU in Anspruch genommen haben, gilt eine Übergangsregelung; sie können unabhängig von einer GU einmalig das Screening in Anspruch nehmen.

Im Rahmen einer Stufendiagnostik wird beim Hepatitis-B-Screening zunächst die Untersuchung auf das Oberflächenprotein HBs-Antigen durchgeführt. Das Hepatitis-C-Screening erfolgt über den HCV-Antikörper-Suchtest.

Bei einem positiven Screeningbefund einer oder beider Untersuchungen wird die molekularbiologische Bestätigungsdiagnostik mittels PCR zum Nachweis viraler DNA bzw. RNA aus derselben Blutprobe durchgeführt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Wie beauftrage ich die Gesundheitsuntersuchung inklusive Screening?

Abrechnung der Praxis

Unverändert:
Check-up 35 (01732): Glukose (32881), Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceride (32882) sowie ggf. Harnstreifentest (32880)

Neu aufgenommen ab 01.10.2021

Abrechnung durch das Labor

Bioverfügbares Testosteron

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

für die Praxis ist das Gesamt-Testosteron im Serum zur Diagnostik eines „Männlichen Hypogonadismus“ nur sehr eingeschränkt verwertbar – das liegt alleine schon daran, dass wie bereits in der EAU-Leitlinie (2018) beschrieben, eine sichere Angabe von Referenzwerten nicht möglich ist und es sich also nur um Richtwerte handelt. Die einzelnen Messergebnisse können daher nur im Zusammenhang mit dem Alter und der klinischen Symptomatik interpretiert werden.

Auch der freie Androgenindex (FAI) ist zur Beurteilung des freien, wirksamen Testosteronspiegels bei Männern nur sehr begrenzt geeignet, da dieser neben dem Gesamt-Testosteron nur das hochaffin an SHBG-gebundene Testosteron (ca. 60 %) berücksichtigt.  Nur ca. 2 % des Gesamt-Testosterons liegen als freies Testosteron im Serum vor.  Zusätzlich binden jedoch ca. 38 % des Gesamt-Testosterons niederaffin an Albumin und müssen daher eher dem freien Testosteron zugerechnet werden.

Während eine direkte Bestimmung des freien Testosterons mittels Gleichgewichtsdialyse in der täglichen Routinediagnostik inpraktikabel ist, weist die Berechnung des bioverfügbaren Testosterons nach Vermeulen et al. eine gute Korrelation zum freien und damit wirksamen Testosteronanteil auf1,2.  Dieses setzt sich aus dem freien, sowie dem Albumin- gebundenem Testosteron zusammen und erlaubt eine differenzierte und verlässliche Beurteilung des Androgenstatus bei Männern.

Die Berechnung des bioverfügbaren Testosterons nach Vermeulen et al. erfolgt ab sofort bei zeitgleicher Anforderung von Gesamt-Testosteron, SHBG und Albumin bei Männern (ab 20 Jahren) automatisch, so dass für unsere Einsender eine mühsame Ermittlung mittels Online-Rechner entfällt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Quellen:

  1. Vermeulen, A et al. “A critical evaluation of simple methods for the estimation of free testosterone in serum.” The Journal of clinical endocrinology and metabolism vol. 84,10 (1999): 3666-72. doi:10.1210/jcem.84.10.6079
  2. Ho, Clement K M et al. “Calculated free testosterone in men: comparison of four equations and with free androgen index.” Annals of clinical biochemistry vol. 43,Pt 5 (2006): 389-97. doi:10.1258/000456306778520115

Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors

Juni 2021

Nicht invasive Bestimmung des kindlichen RhD-Faktors aus dem mütterlichen Blut

Sehr geehrte Damen und Herren,

der nicht invasive Pränataltest zur vorgeburtlichen Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors bei Rhesus-negativen Schwangeren (Einlingsschwangerschaften) ermöglicht nun eine gezielte Anti-D- Prophylaxe für Schwangere. Die somit unnötige Gabe von Blutprodukten (Anti-D-Immunglobulin) an Rhesus-negative Schwangere, die ein Rhesus-negatives Kind erwarten, kann somit vermieden werden.

Die fetale Rhesusfaktorbestimmung ist eine Untersuchung gemäß Gendiagnostikgesetz (GenDG). Eine ärztliche Aufklärung und Einwilligung der Patientin vorab sind zwingend erforderlich. Die Auf- klärung bzw. humangenetische Beratung der Patientin im Sinne des GenDG ist im Rahmen einer fachgebundenen genetischen Beratung vor der Blutentnahme durchzuführen (72-Stunden Curri- culum bzw. auf Grundlage der Übergangsregelungen für Gynäkologen bei Erwerb der Bescheinigung »fachgebundene genetische Beratung« bis zum 10. Juli 2016).

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat beschlossen, die nicht invasive Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors D aus dem Blut der RhD-negativen Schwangeren in die Mutterschafts-Richtlinien aufzunehmen. Die RhD-Bestimmung ist ab dem 1. Juli 2021 Bestandteil des Katalogs der gesetzlichen Krankenkassen.

Kontakt und Betreuung: Tel. 05222 8076-192/ -421

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone

Einführung der aktuellen Lymphozyten-Nomenklatur

20. Juli 2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ab dem 20. Juli 2021 werden wir die vereinheitlichte Nomenklatur für lymphatische Zellen des peripheren Blutes anwenden. Sie basiert auf der Empfehlung vom »Arbeitskreis Labor der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)«. Grundsätzliche Punkte der neuen Nomenklatur:

  1. Bei der Erstellung des mikroskopischen Differenzial-Blutbildes erfolgt eine Unterscheidung der Lymphozyten aufgrund rein morphologischer
    Charakteristika zwischen typischen und atypischen Lymphozyten. Unter die Kategorie typisch fallen Standard-Lymphozyten und LGL-Zellen (large granular lymphocytes) sofern sie weniger als 10% der Gesamtleukozyten ausmachen.
  2. Die atypischen Lymphozyten werden kategorisiert in »atypisch, vermutlich reaktiv« oder »atypisch, vermutlich neoplastisch«. Sofern möglich, erfolgt eine kommentierende Beschreibung anerkannter, zytologisch definierter Lymphozyten- Typen.
  3. Der Kategorie »Diverse« werden alle die Zellen zugeordnet, die bisher noch keiner Gruppe angehören. Das betrifft sowohl normale, jedoch im peripheren Blut selten bis gar nicht anzutreffende lymphatische Zellen, wie z. B. Plasmazellen, als auch atypische lymphatische Zellen unklarer Dignität und LGL-Zellen, wenn sie über 10% der Gesamtleukozyten ausmachen. Eine Beschreibung der Zellen erfolgt, sofern dies zuverlässig möglich ist.
  4. Kernschatten werden als eigene Gruppe aufgeführt. Da sie sowohl bei Infekten als auch bei Lymphomen (bes. CLL) oder bei akuten Leukämien auftreten und keine Diagnose erlauben, entfällt die vorangestellte Bezeichnung »Gumprecht«, da sie die Diagnose einer CLL suggeriert.
  5. Erythroblasten, bisher Normoblasten, werden, sofern sie auftreten, absolut auf 100 Leukozyten bezogen, erfasst.
  6. Die Lymphomzellen der CLL erscheinen im Ausstrich in der Regel als morphologisch typische Lymphozyten und werden nicht getrennt aufgeführt. Ihre Einstufung als pathologisch erfolgt allein aufgrund der signifikanten Erhöhung.

Im Rahmen der Umstellung der Lymphozyten-Nomenklatur werden zusätzlich die Normwerte des mikroskopischen Differentialblutbildes angepasst.

Für auftretende Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner/innen gerne zur Verfügung:

Dr. rer. nat. Sylvia Schön (Tel. 05222 8076-159)
Fabian Cuypers (Tel. 05222 8076-561)
Tatjana Tischler (Tel. 05222 8076-267)
Stefanie Rieke (Tel. 05222 8076-195)

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Labor Krone