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Information zum Antiphospholipid-Syndrom und DOACs (Rote-Hand-Brief vom 23.05.19)

Apixaban (Eliquis), Dabigatranetexilat (Pradaxa), Edoxaban (Lixiana/Roteas) und Rivaroxaban (Xarelto): Die Anwendung wird bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom aufgrund eines möglicherweise erhöhten Risikos für rezidivierende thrombotische Ereignisse nicht empfohlen.

Aufgrund des Rote-Hand-Briefes für Patienten mit der Einnahme von DOACs hier folgende Hinweise zur Diagnostik eines Antiphospholipid-Syndroms:

Laborkriterien:

  • Nachweis von Anticardiolipin-AK
  • Nachweis von Anti-Beta2-Glykoprotein-AK
  • Nachweis eines Lupus Antikoagulanz

Klinische Kriterien (hauptsächlich):

  • Thrombose/Lungenembolie ohne Anlass
  • Rezidivierende Aborte
  • Ischämische Insulte

Für die Diagnostik benötigen wir:
1 Serum-Monovette und 1 Citratmonovette („Quick-Röhrchen“)

Die Proben können unzentrifugiert und ungekühlt zu uns geschickt werden, wenn die Proben innerhalb von 6 – 8 Std. im Labor Krone eintreffen. Anderenfalls sollte das Citratblut zentrifugiert werden und das Plasma gekühlt verschickt werden.

Im Befund erhalten Sie eine Interpretation, ob es sich um ein APS im Sinne des Roten-Hand-Briefes handelt.

Mehr Informationen im PDF (1.4 MB)

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Thomas Eller unter der Rufnummer 05222 8076-289 zur Verfügung.

Aktuelle Publikation – Immundiagnostik autoimmuner Enzephalitiden

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchten wir Sie gern auf die aktuelle Publikation zum Thema „Immundiagnostik autoimmuner Enzephalitiden“ von Herrn Prof. Dr. Christian Bien und Frau Dr. Corinna Bien in der Schweizer Zeitschrift für Psychiatrie und Neurologie aufmerksam machen.

Der Artikel beschreibt die Labormethoden zur Diagnostik neuraler Antikörper inklusive zweier Fallbeispiele und geht auf die Bedeutung der Befundinterpretation ein, sowohl von Seiten des Laborarztes als auch des Klinikers.

Hier finden Sie den Artikel in voller Länge als PDF.

Erschienen in: Bien CG, Bien CI (2019) Immundiagnostik autoimmuner Enzephalitiden. Schweizer Zeitschrift für Psychiatrie und Neurologie 02/2019:29-32.

Änderung der Testung von Fluorchinolonen bei Enterobakterien und Pseudomonas aeruginosa

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Sensibilitätstestung von Erregern erfolgt in unserem Labor nach dem Regelwerk der CLSI (Clinical & Laboratory Standards Institute). Hier wurde eine Anpassung der Testung bei Enterobakterien und Pseudomonas aeruginosa vorgenommen, die durch uns zum 1. April 2019 umgesetzt wurde. Im genaueren wurde die MHK (Minimale Hemmkonzentration) zur Testung auf Ciprofloxacin und Levofloxacin herabgesetzt.

Diese Änderung kann zum einen Folgen für Ihre therapeutische Überlegungen haben, zum anderen könnten zukünftig mehrere Stämme als 3MRGN klassifiziert werden. Nähere Informationen ergeben sich aus den Originaltabellen:

Tabelle 1 und 2: Aktuelle MHK-Werte ab 1. April 2019

Tabelle 1 und 2: Aktuelle MHK-Werte ab 1. April 2019

Tabelle 3: Ursprüngliche MHK-Werte

Tabelle 3: Ursprüngliche MHK-Werte

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung!

Dr. med. Patricia Wehmeier
Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Fachärztin für Innere Medizin, ABS-Expertin (DGI)
Tel. 05222 8076-324

Neu im EBM: HE 4 und sFlt-1/PlGF-Quotient

Sehr geehrte Gynäkologinnen und Gynäkologen,

der Tumormarker HE 4 hat bei der Primär- und Rezidivdiagnostik eines Ovarialkarzinoms vergleichbare Eigenschaften wie der bisher im EBM (GOP 32390) aufgeführte Marker CA 125. HE 4 wurde nun in den EBM aufgenommen und kann ab dem 1. Oktober 2019 abgerechnet werden.

In die seit Mai 2019 gültige S2k-Leitlinie »Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: Diagnostik und Therapie« wurde der sFlt-1/ PlGF-Quotient als biochemischer Präeklampsiemarker integriert (sFlt-1: soluble fms-like tyrosine kinase-1; PlGF placental growth factor).

Zum 1. Oktober 2019 wird der sFlt-1/PlGF-Quotient in den EBM aufgenommen, wenn einer der folgenden Verdachtsmomente vorliegt:

  • fetale Wachstumsstörung
  • neu aufgetretener oder bestehender
    Hypertonus
  • Präeklampsie-assoziierter organischer oder labordiagnostischer Untersuchungsbefund,
    der keiner anderen Ursache
    zugeordnet werden kann
  • auffälliger dopplersonografischer Befund

Als Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen wurde festgelegt:

  • frühestens abrechenbar ab SSW 24+0
  • Verdachtskriterien auf Präeklampsie
  • maximal 3-mal im Behandlungsfall berechnungsfähig

Prognose der Präeklampsie mittels sFlt-1/PlGF-Quotient
und Handlungsempfehlungen

In Anlehnung an: Dröge LA, Verlohren S: Präeklampsie:
Aktuelle diagnostische und therapeutische Aspekte: Gynäkologie 2017; 50:213-221.

Wir möchten Sie bitten, eine Telefon- oder Faxnummer anzugeben, damit wir Ihnen kritische Befunde – auch außerhalb der Sprechzeiten – mitteilen können.

Für Ihre Fragen steht Ihnen Dr. Sylvia Schön, Tel. 05222 8076-159, zur Verfügung.

Vorgeburtliche Diagnostik – Ersttrimester-Screening, PraenaTest®

Pränataldiagnostik (PND)
Bei der PND geht es um Untersuchungen an Schwangeren und deren ungeborenen Kindern. Sie dient der Früherkennung von Chromosomenveränderungen des ungeborenen Kindes. Unterschieden werden nicht-invasive und invasive Untersuchungsmethoden.

Invasive Untersuchungen aus Chromosomenveränderungen
Es handelt sich um Methoden, die in den Körper der werdenden Mutter eingreifen (z. B. Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie) und ein eingriffsbedingtes Risiko für die Mutter und das Kind bergen, was in Ausnahmefällen zu einem Abort führen kann.

Nicht-invasive Untersuchungsmethoden auf Chromosomenveränderungen
Es handelt sich um Untersuchungsmethoden, die nicht oder kaum in den Körper der werdenden Mutter und des ungeborenen Kindes eingreifen. Sie bieten somit eine Einschätzung auf Chromosomenveränderungen des ungeborenen Kindes ohne dabei ein eingriffsbedingtes Risiko für Mutter und Kind zu bergen.

Weitere Informationen auf: www.gyn.laborkrone.de