+ eingebettet in eine ärztliche Beurteilung +

Zecken sind Überträger vieler verschiedener bakterieller und viraler Erreger. Daher kann ein Zeckenstich Ursache verschiedener Krankheiten sein. zeckenbiss1
In unseren Breitengraden ist die Borreliose verbreitet. Erreger der Borreliose ist das Bakterium Borrelia burgdorferi sensu lato. In bis zu 10 % der Fälle erfolgt nach Infektion mit dem Bakterium eine charakteristische Hautrötung (Erythem).

Auch längere Zeit nach der Infektion können die Borrelien zu Spätfolgen, wie z.B. Gelenkbeschwerden und Schäden im zentralen Nervensystem führen.

Die Diagnostik aus einer Blutprobe sollte in jedem Fall, in Absprache mit dem behandelnden Hausarzt, in einem medizinischen Facharztlabor durchgeführt werden.

Beauftragung der Labordiagnostik

Sie können das Untersuchungsmaterial formlos (Überweisungsschein) einsenden und erhalten den Laborbefund der molekularbiologischen Untersuchung innerhalb weniger Tage.

Die Mediziner unseres Labors haben eine langjährige Erfahrung in der Borrelien-Diagnostik und führen jährlich viele tausend Untersuchungen für Ärzte in der gesamten Bundesrepublik durch.

Bei Bedarf kann Ihr Hausarzt dort weitere Informationen über eine Erweiterung der Laboruntersuchung oder Behandlungsmöglichkeit erhalten.

Die Möglichkeit zum direkten Nachweis der Borrelien in den Zecken ist ebenfalls eine Option, die seit vielen Jahren verfügbar ist und auch in unserem Labor Labcon OWL durchgeführt wird.

Die Testung von Zecken auf Borrelien als Grundlage zur Abschätzung des Infektionsrisikos beim Menschen und einer daraus folgenden Therapieentscheidung ist jedoch kritisch zu sehen, da nicht jeder Stich mit einer infizierten Zecke zu einer Übertragung führt. Die Erregerübertragung aus der Zecke auf den Menschen erfolgt frühestens ca. 10 – 12 Stunden nach dem Stich, da Borrelien in der Zecke erst durch den Kontakt mit Blut in eine infektiöse Form umgewandelt werden. Die Untersuchung der Zecke kann aber als Anhaltspunkt dienen, wenn sich eine Hautrötung bildet oder Beschwerden auftreten.

Sie liefert eine zusätzliche Information, ersetzt aber keinesfalls eine ärztliche Beratung des Patienten und eine sorgfältige Beobachtung in den Wochen nach dem Zeckenstich. Bei Auftreten von Beschwerden ist in der Regel eine gezielte sachgerechte Therapie problemlos möglich.

Nicht alle in Zecken nachweisbaren Borrelien sind Krankheitserreger für den Menschen. Zudem gibt es zahlreiche Subtypen, die zwar eine lokale Infektion in der Haut nicht aber eine generalisierte Infektion des gesamten Körpers verursachen können. In vielen Fällen kommt es auch ohne Therapie zu einer Abtötung des Erregers durch die körpereigene Abwehr.

Auf Grund des insgesamt geringen Erkrankungsrisikos wird daher von einer vorsorglichen Antibiotikatherapie generell abgeraten, zumal diese nicht ohne Nebenwirkungsrisiko ist und in der Folge zu unerwünschten Resistenzentwicklungen führen kann.

Sofortanalyse der Zecke selbst

Sofern Sie eine Untersuchung der Zecke selbst wünschen, finden Sie hier weitere Informationen.