Folgende Punkte sind im Verdachtsfall zur Anforderung der Diagnostik zu beachten:

  • Anamnese
    Vor der Untersuchung soll gemäß RKI-Kriterien eine entsprechende Anamnese die Notwendigkeit der Untersuchung stützen (Reiseanamnese, Kontakt zu Reiserückkehrern aus Risikogebieten, ggf. Symptomatik – Inkubationszeit von 14 Tagen beachten, etc.). Ausführliche Informationen: www.rki.de

  • Transport
    Eine Probe kann gemäß derzeitigen Vorgaben als Kategorie-B-Probe, wie andere potenziell infektiöse Proben, verpackt und per Kurier oder Post verschickt werden.

  • Untersuchungsproben
    Als Probenmaterial empfehlen wir trockene Abstriche (ohne Medium) aus Rachen- und Nasenbereich mit einem Tupfer. Spezielle Tupfer mit Flüssigmedium (nicht Gel) sind für die Untersuchung ebenfalls geeignet, aber nicht zwingend erforderlich. Alternativ können auch Trachealsekrete, BAL oder entsprechende Aspirate genutzt werden. Untersuchungsproben aus den oberen Atemwegen (Nase, Rachen) können insbesondere bei asymptomatischen Personen ein falsch negatives Resultat ergeben. Die Reise- oder Kontaktanamnese muss in solchen Fällen auch berücksichtigt werden.

  • Materialbestellung
    Entnahmematerial kann unter Tel. 05222 8076-429 in unserem Versand angefordert werden. Alternativ können Sie auch bereits vorhandene Bestellscheine nutzen.

  • Methode
    Die Untersuchung der Proben wird mittels der vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Referenzmethode (RT-PCR) durchgeführt. Ein negatives Resultat ist kein sicherer Ausschluss für eine Infektion.

  • Untersuchungsdauer
    Die Proben werden zunächst arbeitstäglich bearbeitet, das Resultat wird am Folgetag übermittelt (Montag bis Samstag). Ein Sonntagsdienst ist derzeit nicht vorgesehen, wird aber im Bedarfsfall eingerichtet.

  • Klinische Angaben
    Bei vorhandener Symptomatik sollte diese auf dem Auftragsschein vermerkt werden.

  • Abrechnung/Kosten
    Ab dem 1. Februar 2020 ist die Untersuchung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Für Anforderungen verwenden Sie bitte den Laboranforderungsbeleg Muster 10 oder Muster-10-Kombischein. Die KBV betont, dass die Kosten für Tests nur bei jenen Patienten übernommen werden, die nach der Definition des Robert-Koch-Instituts zur Risikogruppe gehören. Alle anderen Untersuchungen werden von uns als IGeL-Leistung abgerechnet.

  • Meldepflicht
    Der Verdachtsfall und positive Laborresultate sind meldepflichtig.

  • Kontakt
    Ansprechpartner im PCR-Labor für diagnostische Fragen (nicht Klinik und Behandlung) sind telefonisch unter 05222 8076-209, -129, oder -199 zu erreichen.

Sie können dieses Rundschreiben als PDF herunterladen.


Detaillierte Informationen finden Sie hier:

Eine Orientierungshilfe zur Verdachtsabklärung und Folgemaßnahmen finden Sie hier.